Kieferhöhlenerkrankungen

Entzündliche Erkrankungen der Kieferhöhle (Kieferhöhlenerkrankungen) können entweder über die Nase (rhinogen, im Rahmen von Erkältungskrankheiten) oder über das Zahnsystem (dentogen) entstehen.

Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers stehen die Wurzeln der Zähne in enger Beziehung zur Kieferhöhlenschleimhaut. So ist es möglich, dass es bei einer Entzündung an der Wurzelspitze dieser Zähne zu einem Übergreifen auf die Kieferhöhlenschleimhaut kommt und damit zu einer akuten oder chronischen Entzündung der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) führen kann. In gleicher Weise kann eine nicht erkannte Eröffnung der Kieferhöhle im Zuge einer Zahnextraktion Ursache für eine entzündliche Kieferhöhlenerkrankung sein. Ebenso sind Fremdkörper wie z. B. Wurzelreste, überstopftes Wurzelfüllmaterial etc. ursächlich für eine Kieferhöhlenentzündung.

Die Entzündung führt zu einem Anschwellen der Kieferhöhlenschleimhaut sowie zur Sekretbildung. Auch ist oft die Verbindung zwischen Nasen- und Kieferhöhle oft zugeschwollen. Das führt zu einem Sekretstau mit bakterieller Infektion und Verstärkung der Entzündungszeichen.

Die ursächliche Entzündung muss beseitigt werden, außerdem ist die Wiederherstellung einer guten Belüftung der Kieferhöhle Ziel, so dass der natürliche Sekretabfluß zur Nase gewährleistet ist

Neben den entzündlichen Erkrankungen gibt es auch andere Erkrankungen mit Beteiligung der Kieferhöhle, z.B. Verletzungen oder Tumoren.